Eine Auswärtsfahrt zum Vergessen

von Jochen Schmidt:

Das Spiel unserer Kreisliga-Jugend in Biedenkopf stand von Anfang an unter keinem guten Stern. Ärgerlich: Wir mussten zu dritt antreten.

Damit fing es schon an: Ein Spieler, den wir hier nicht namentlich nennen wollen, hat uns „versetzt“. Dass dies absolut unkameradschaftlich und inakzeptabel ist, muss man wohl nicht gesondert erwähnen. Auch dazu ist Sport im Verein wichtig: Dass man lernt, sich aufeinander zu verlassen und Verantwortung übernimmt – bei den meisten klappt das gut, bei Ausnahmen offenbar auch nicht.
Einen Ersatz konnten wir in der Kürze der Zeit natürlich nicht auftreiben.
Da dann während der Fahrt plötzlich auch noch „Hinterland-Schneetreiben“ einsetzte und zahlreiche LKW in Schleichgeschwindigkeit unterwegs waren, erreichten wir die Biedenkopfer Halle auch erst kurz vor Spielbeginn, so dass so gut wie keine Zeit zum Einspielen blieb.
Die widrigen Bedingungen nahmen kein Ende: In der Turnhalle der Lahntalschule war sehr schwierig zu spielen, wenn man die Bedingungen nicht gewohnt ist: Zum einen war es für Tischtennis absolut unzureichend beleuchtet, zum anderen sehr laut. Gut, dafür war es ein Auswärtsspiel, auch in unseren Spielstätten fühlt sich bestimmt nicht jeder Gegner wohl.

Doch nun endlich zum Spiel selbst: Dass wir hier nicht den zur vorzeitigen Meisterschaft benötigten Sieg würden mitnehmen können, war schnell klar, da ja schon drei Punkte durch den fehlenden Spieler kampflos flöten gingen. Als dann sowohl unser einziges Doppel Riedesel/Naumann gegen Donges/Richter, und parallel dazu Marco gegen den starken Schüler Luca Kaiser unterlag, war dies schnell abgehakt. In diesen ersten Matches trafen unsere Jungs kaum einen Offensivball, was zum einen mit der ungewohnten Finsternis, zum anderen mit der hektischen Anreise zu tun hatte. Klingt nach „Ausrede“, spielte aber mit Sicherheit eine große Rolle.

Danach konnten wir das Ergebnis wenigstens noch erträglich gestalten, indem wir im vorderen Paarkreuz drei Einzelpunkte holten. Nach anfänglichen Schwierigkeiten punkteten sowohl Jonas als auch Niklas letztendlich sicher gegen Wehrmann. Gegen die Nummer eins der Gastgeber, Donges, war die Sache schon kniffliger. Donges punktete immer wieder mit seinem Aufschlagspiel und anschließendem sicheren Unterschnitt. Niklas hatte zu viele Probleme, um sicher zu eröffnen und unterlag. Jonas zog vor allem den ersten Topspin mit viel mehr Rotation und kam auch im Laufe des Matches besser in sein Rückschlagspiel, so dass er Donges in vier Sätzen besiegte.
Marcos rabenschwarzer Tag setzte sich leider auch in seinem zweiten Einzel fort, das er relativ sang- und klanglos gegen Richter abgab; ganz schnell vergessen, Marco.

Nun, überwinden sollten wir alle diese Niederlage schnell, denn schon am nächsten Montag muss ein Sieg im Heimspiel gegen Weidenhausen her, um trotzdem noch Meister zu werden.
Absolut ärgerlich ist, dass durch inakzeptables Verhalten Einzelner (s.o.) unnötige „Baustellen“ eröffnet werden!

Zum Spielbericht.

Schlagwörter:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.